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Unsere Meinung: Es ist an der Zeit, zusammenzuarbeiten

Unsere Meinung: Es ist an der Zeit, zusammenzuarbeiten
Donnerstag 13 Dezember 2018

Der niederländische Agrarsektor steht unter Druck und wird regelmäßig unter die Lupe genommen. Umwelt, Lebensmittelsicherheit und der Kreislaufgedanke gewinnen die Oberhand. Themen wie Verstöße gegen die Düngemittelverordnung oder Vorschriften zur Kennzeichnung und Registrierung von Kälbern beherrschen die Medien. Hinzu kommt eine immer stärkere staatliche Reglementierung. Die Spaltung und Frustration unter den Landwirten wächst. Das äußert sich insbesondere in den sozialen Medien. Der Agrarsektor scheint sich in einer Abwärtsspirale zu befinden.

Das ist sehr schade, denn gerade der niederländische Agrarsektor gehört weltweit zu den innovativsten und nachhaltigsten seiner Art. Das Wissen und das Know-how, über das wir gemeinsam verfügen, ist weltweit gefragt und gelangt weit über unsere eigenen Landesgrenzen hinaus. Und darauf können wir alle stolz sein!

Es ist höchste Zeit, dass wir zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit (Landwirte, Lohnunternehmen, Lieferanten und Abnehmer) bedeutet, dass sich uns auch die Unternehmen aus den Peripheriebranchen anschließen. Erst dann kann ein funktionierender Kreislauf entstehen. Das ist auch etwas, das die Regierung anstrebt und worauf wir gemeinsam hinarbeiten müssen. Mittlerweile entstehen in der Praxis bereits derartige Initiativen.

Natürlich sind die Niederlande ein kleines Land, in dem außerdem der Platz für Unternehmen im Agrarsektor immer begrenzter wird. Wir stehen vor verschiedenen Herausforderungen, aber die ersten Anzeichen einer Harmonisierung in Europa werden langsam sichtbar. Die Kunst ist es, die kommenden Jahre zu überleben, und das wird eine gemeinsame Aufgabe. Auch wenn uns die Behörden und auch Natur- und Umweltschutzorganisationen häufig Steine in den Weg zu legen scheinen, wollen sie uns nicht die Butter vom Brot nehmen:

https://www.nieuweoogst.nu/nieuws/2018/09/11/greenpeace-vraagt-schouten-om-eerlijke-prijs-voor-boer.

Die Ertragspreise werden nicht auf einmal steigen und deshalb müssen wir auf allen Fronten nach optimaler Effizienz streben. Hierzu gehört auch eine ordentliche Aufklärung der Verbraucher. Durch die wachsende Weltbevölkerung und die steigenden Ansprüche der Verbraucher (die vor allem auch online geteilt werden) geraten die Landwirte zunehmend unter Druck. Und hier können wir gemeinsam ansetzen.
Für die Verbraucher von heute wird Nachhaltigkeit und Transparenz immer wichtiger. Es geht um verantwortungsbewusste Produktion. Es geht nicht mehr nur um das Stück Fleisch und den Liter Milch, sondern es müssen auch das Gefühl und das Erleben der Verbraucher stimmen. Ob die Verbraucher auch bereit sind, hierfür mehr zu bezahlen, wird die Zeit zeigen.

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